v.l.n.r.: Christian Klicki (Kulturdezernent), Gero von Boehm (Regisseur und Journalist), Sonja Hofmann (Festivalleitung), Hape Kerkeling (Preisträger NIKE), Martina Förster-Teutenberg (Bürgermeisterin der Stadt Lünen), Silvio Löderbusch (Geschäftsführer Technik Remondis Production), Marie Kirschstein (Senior Advisor Festival Funding and Cultural Affairs Film- und Medienstiftung NRW), Heiko Rautert (Vorsitzender Sparkasse an der Lippe), Carsten Fromm (Mitveranstalter), Thorsten Redeker (Mitveranstalter, 1. stellv. Bürgermeister).
Foto: Joshua Hoven
Mit einem fulminanten Auftakt startete am gestrigen Montagabend das 35. Kinofest Lünen mit der Verleihung des Ehrenpreises NIKE für das Lebenswerk an Hape Kerkeling. Die Laudatio wurde von Produzent, Regisseur und Journalist Gero von Boehm gehalten.
Die Sommerausgabe des Festivals geht bis einschließlich 7. Juni 2026, in den kommenden Tagen stellen zahlreiche prominente Regisseur:innen, Schauspieler:innen und Vertreter:innen der Filmproduktion ihre Filme in Lünen vor.
Im traditionellen Wettbewerb um den mit 15.000 EUR dotierten Publikumspreis LÜDIA in der Cineworld Lünen stellen u.a. Regina Schilling, Ulrike Franke und Michael Loeken (Preisträger der Lüdia 2024), Jelena Ilić, Susanne Ritter, Ben Voit, Kai Stänicke und Paul Boche, Kilian Armando Friedrich und Sabine Thalau sowie Paul Sonntag ihre Filme persönlich vor.
Besonderheiten des Festivals 2026
Eines der Highlights ist die Vorpremiere des neuen „Tatort Dortmund: Heilung“. Nicht nur Regisseur Richard Huber und die Hauptdarsteller:innen Jörg Hartmann, Alessija Lause und Stefan Konarske, sondern auch Sybille Schedwill und Lilli Fichtner sowie Redakteur Frank Tönsmann, Produzentin Katrin Kuhn und weitere Mitglieder des Filmteams werden persönlich vor Ort sein, um den Film zu präsentieren.
Dieses Jahr liegt ein Schwerpunkt des Festivals auf deutsch-österreichischen Koproduktionen und Filmen aus Österreich: Am Samstag feiern wir mit Regisseur Markus Schleinzer seinen Film „Rose“, für den Sandra Hüller mit dem Silbernen Bären auf der diesjährigen Berlinale als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde sowie Pia Hierzeggers Komödie „Altweibersommer“.
Im Lükaz gibt es am Mittwoch eine barrierefreie Vorstellung von „Der Frosch und das Wasser“, bei der Hauptdarsteller Aladdin Detlefsen und Produzent Christoph Friedel anwesend sein werden. Im Open-Air-Kino im Café Seepark ist am Donnerstagabend der Ruhrgebiets-Klassiker „Bang Boom Bang“ zu sehen, Regisseur Peter Thorwarth wird den Film persönlich vorstellen.
Branchen- und Nachwuchsprogramm
Beim Branchenpanel am Freitag, 5. Juni, diskutieren prominente Expert:innen die Frage „Was kann die deutsche Komödie – und was noch nicht?“ (Fr., 12-14 Uhr, Lükaz, Eintritt frei). Peter Thorwarth (Regisseur von „Bang Boom Bang“), nimmt teil, zusammen mit dem Produzenten der Filme „Ich bin dann mal weg“ und „Der Junge muss an die frische Luft“, Hermann Florin, sowie dem Drehbuchautor Senad Halilbašić („Vier minus drei“) und der Regisseurin Sonja Maria Kröner („Pferd am Stiel“); Moderation: Jasin Challah. Der Tag endet mit dem beliebten Kurzfilmwettbewerb in der Cineworld Lünen, bei dem das Publikum den besten Kurzfilm während der Veranstaltung live ermittelt und den Preis vergibt.
Wettbewerbe und Preisverleihungen
Rund 2.000 Schüler:innen aus Lünen und dem Kreis Unna werden zum Kinder- und Jugendfilmwettbewerb RAKETE erwartet. Unter anderem wird Regisseur André Hörmann seinen Dokumentarfilm „The Cowboy“ vorstellen und Sonja Maria Kröner ihren Film „Pferd am Stiel“ mit dem Publikum diskutieren. Norbert Lechner ist im Rakete-Wettbewerb mit „Das geheime Stockwerk“ vertreten, der für den Deutschen Filmpreis als bester Kinderfilm ins Rennen ging.
Der Publikumspreis LÜDIA für den besten Film sowie der Jurypreis für die beste Schauspielleistung werden am Samstagabend im Heinz-Hilpert-Theater verliehen. In der Jury für den Schauspielpreis sind in diesem Jahr Markus Schleinzer, Senad Halilbašić und Sonja Maria Kröner vertreten. Im Anschluss können die Anwesenden zum DJ-Set von Mola Adebisi tanzen.
Der Ehrenpreisträger für die Auszeichnung für das Lebenswerk NIKE ist dieses Jahr Hape Kerkeling. Der Comedian, Schauspieler und Bestseller-Autor empfing den Preis am Montagabend im ausverkauften Heinz-Hilpert-Theater und präsentierte seinen aktuellen Film „Horst Schlämmer sucht das Glück“. Der Preis ist mit 15.000 EUR dotiert und exklusiv von dem Lüner Entsorgungs- und Recyclingunternehmen REMONDIS gestiftet.
Veranstalter des Kinofest Lünen ist die Stadt Lünen, Mitveranstalter ist die Fromm und Redeker Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH mit Unternehmer Thorsten Redeker. Als langjährige Unterstützerin fördert die Film- und Medienstiftung NRW das Festival auch 2026 und ist an der Förderung vieler der Festivalfilme beteiligt.
